FUNKTIONSTRAINING

Funktionstraining

Funktionstraining (in Kürze)

Funktionstraining und Reha-Sport sind Übungsbehandlungen in Gruppen von max. 15 Personen unter Leitung von speziell ausgebildeten Übungsleitern und Krankengymnasten.

Funktionstraining wird von Ärzten verordnet und kann von 6 Monaten bis zu max. 3 Jahren dauern. Funktionstraining gibt es als Trocken- und Wassergymnastik.


Kostenträger können sein:

Krankenkassen, Rentenversicherung, Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften) und die Agentur für Arbeit.

Genehmigung

Vor Beginn des Rehabilitationssports bzw. des Funktionstrainings ist die Genehmigung der Krankenkasse durch den Versicherten einzuholen. Die Krankenkasse sendet den genehmigten Antrag an den Versicherten zurück.

Wenn Sie es genau wissen wollen:

Auszug aus den Erläuterungen zur Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung.

(Anlage 2 der Bundesmantelverträge) Stand: Juli 2011

Funktionstraining kommt für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in Betracht, um sie möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben einzugliedern.

Funktionstraining wirkt besonders mit den Mitteln der Krankengymnastik und / oder der Ergotherapie gezielt auf spezielle körperliche Strukturen (Muskeln, Gelenke usw.) der behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen, die über die notwendige Mobilität sowie physische und psychische Belastbarkeit für bewegungstherapeutische Übungen in der Gruppe verfügen, ein. Funktionstraining ist im Wesentlichen organorientiert.

Ziel des Funktionstrainings ist der Erhalt und die Verbesserung von Funktionen sowie das Hinauszögern von Funktionsverlusten einzelner Organsysteme / Körperteile, die Schmerzlinderung, die Bewegungsverbesserung, die Unterstützung bei der Krankheits-bewältigung und die Hilfe zur Selbsthilfe. Hilfe zur Selbsthilfe hat zum Ziel, Selbsthilfepotentiale zu aktivieren, die eigene Verantwortlichkeit des behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen für seine Gesundheit zu stärken sowie ihn zu motivieren und ihn in die Lage zu versetzen, langfristig selbständig und eigenverantwortlich Bewegungstraining im Sinne eines angemessenen Übungsprogramms durchzuführen.

Funktionstraining umfasst bewegungstherapeutische Übungen, die in der Gruppe (bis max. 15 Teilnehmern) im Rahmen regelmäßig abgehaltener Übungsveranstaltungen durchgeführt werden. Das gemeinsame Üben in festen Gruppen ist Voraussetzung, um gruppendynamische Effekte zu fördern, den Erfahrungsaustausch zwischen den Betroffenen zu unterstützen und damit den Selbsthilfecharakter der Leistung zu stärken.

Neben den bewegungstherapeutischen Übungen können Gelenkschutzmaßnahmen und die Einübung im Gebrauch technischer Hilfen und von Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens Bestandteil des Funktionstrainings sein.

Die Krankenkassen finanzieren Funktionstraining solange, wie der behinderte oder von Behinderung bedrohte Mensch während der Übungsveranstaltung auf die fachliche Leistung des / der Therapeuten/in angewiesen ist, um die o.g. Ziele zu erreichen.

Die Krankenkassen haben sich in der o.g. Rahmenvereinbarung auf folgende Richtwerte bei der Leistungsdauer verständigt, von denen auf der Grundlage individueller Prüfung nach den Erfordernissen des Einzelfalls auch abgewichen werden kann:

1. 12 Monate (Richtwert)

Zu diesen Personenkreisen gehören i.S.d. Rahmenvereinbarung auch chronisch kranke Menschen, bei denen eine Beeinträchtigung am Leben in der Gesellschaft noch nicht eingetreten, aber zu erwarten ist.

2. 24 Monate (Richtwert)

nur bei folgenden gesicherten chronischen Krankheiten / Behinderungen bei schwerer Beeinträchtigung der Beweglichkeit / Mobilität:

► Fibromyalgie-Syndrome
► Kollagenosen
► Morbus Bechterew
► Osteoporose
► Psoriasis-Arthritis
► Rheumatoide Arthritis
► Schwere Polyarthrosen

Eine längere Leistungsdauer ist beim Funktionstraining nach Einzelfallprüfung möglich, wenn die Leistungen notwendig, geeignet und wirtschaftlich sind. Das ist insbesondere der Fall, wenn bei kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen die langfristige Durchführung des Übungsprogramms in Eigenverantwortung nicht oder noch nicht möglich ist.
Funktionstrainingsarten sind insbesondere:

► Trockengymnastik,
► Wassergymnastik.

 

Krankengymnastik Geräte

Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät) 
Parallele Einzelbehandlung bis zu 3 Patienten

 

Definition:

Krankengymnastik an Seilzug- und/oder Sequenztrainingsgeräten unter Berücksichtigung der Trainingslehre.

Therapeutische Wirkung:

► Verbesserung der Muskelfunktion unter Einschluss des zugehörigen
Gelenk- und Stützgewebes.
► Verbesserung der Muskelstruktur bei strukturellen Schädigungen.
► Verbesserung der Muskeldurchblutung und Sauerstoffausschöpfung.
► Verbesserung der Funktion des Atmungs-, Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselsystems.
► Automatisierung funktioneller Bewegungsabläufe.

Schädigungen/Funktionsstörungen:

Bei chronischen, posttraumatischen oder postoperativen Erkrankungen der Extremitäten oder des Rumpfes mit
► Muskeldysbalancen/-insuffizienz.
► krankheitsbedingter Muskelschwäche.
► motorische Parese.
► unspezifische schmerzhafte Bewegungsstörungen, Funktionsstörungen, auch bei
allgemeiner Dekonditionierung.

 

Therapieziel:

Verbesserung/Normalisierung
► der Muskelkraft.
► der Kraftausdauer.
► funktioneller Bewegungsabläufe und der alltagsspezifischen Belastungstoleranz der
alltäglichen Fähigkeiten (ATL).

 

Leistungen:

Behandlung mit Geräten entsprechend den individuell erstellten Behandlungsplänen.
Kurzes Aufwärm-/Abwärmprogramm.
Auswahl und Einübung von entsprechenden Bewegungsabläufen am Trainingsgerät.
Bestimmung von Belastung, Wiederholungen und Serien für die einzelnen Bewegungsabläufe.
Anleitung und kontinuierliche Aufsicht zur Korrektur der Bewegungsabläufe.
Kontrolle des individuellen Trainingsplans.
Erarbeiten eines begleitenden Übungsprogramms zur Automobilisation, Autostabilisation und Förderung der Dehnfähigkeit/Geschmeidigkeit.

 

Leistungsumfang:

Behandlung von gleichzeitig maximal 3 Patienten.
Die Behandlung der Patienten muss nicht zeitgleich beginnen.

 

Regelbehandlungszeit:

► Richtwert: 60 Minuten je Patient.

Voraussetzung:

Die unter diesen Positionen beschriebenen Leistungen können von Physiotherapeuten durchgeführt und abgerechnet werden, die eine erfolgreich abgeschlossene spezielle Fortbildung in KG-Gerät von mindestens 40 Stunden absolviert haben, die die Anforderungen der Anlage 3 der Rahmenempfehlungen nach § 125 Abs. 1 SGB V erfüllt. Voraussetzung für die Abrechnung der Leistung ist die Erteilung einer Abrechnungserlaubnis durch die Landesorganisationen der Krankenkassen. Der Qualifikationsnachweis über die erfolgreich abgeschlossene Fortbildung ist den Landesorganisationen der Krankenkassen rechtzeitig zu übermitteln, damit diese rechtzeitig vor der Abrechnung eine Abrechnungserlaubnis erteilen können. Diese erfolgt dann rückwirkend zum Tag der Antragstellung.

Medizinische Trainigstherapie

Medizinische Trainingstherapie

 

Die MTT stellt eine oftmals sinnvolle Ergänzung zu den Übungsprogrammen dar, die unsere Patienten auf ärztliche Verordnung unter unserer Anleitung erlernt haben. Es werden bei der MTT jeweils auf die individuellen Beschwerden und physischen Voraussetzungen abgestimmte Trainingsprogramme an eigens zu diesem Zweck konstruierten Therapie-Trainingsgeräten und -hilfsgeräten einstudiert. Die Verwendung dieser Geräte erlaubt vielfach eine genauere Belastungsdosierung, als dies bei den üblichen Eigenübungen unserer Patienten möglich wäre. Belastungsparameter wie Reizdichte, -intensität und -dauer lassen sich bei der MTT nach den wissenschaftlichen Kriterien der Trainingslehre exakt dosieren und an das Trainingsziel der Therapie anpassen. Hierin liegt der wesentliche Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahrensweisen der Physiotherapie.

 

Die MTT eignet sich vor allem als Anschlußmaßnahme an eine physiotherapeutische Behandlungsserie, um den erreichten Zustand zu festigen und weiter zu stabilisieren. Bei bestimmten Beschwerdebildern läßt sich die MTT auch unter dem Gesichtspunkt der Gelenkentlastung frühfunktionell in die Behandlung einbinden. Für viele Patienten besitzt die MTT einen besonderen Motivationscharakter, da sich die Zunahme der physischen Leistungsfähigkeit nicht nur in Bezug auf eine Steigerung von Kraft und Ausdauer, sondern auch und vor allem auf einer Verbesserung der allgemeinen koordinativen Fähigkeiten an den verwendeten Trainingsgeräten eindrucksvoll erleben und veranschaulichen läßt. Als Patient kann man bei der MTT jederzeit seinen eigenen Leistungszustand und dessen Entwicklung objektiv beurteilen.

 

PHYSIO-PRAXIS - FUSSPFLEGE & SAUNA
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