KRANKENGYMNASTIK

Privat- und Kassenleistungen

Krankengymnastik

Krankengymnastik (KG):


Krankengymnastische Behandlungstechniken dienen z. B. der Behandlung von Fehlentwicklungen, Erkrankungen, Verletzungsfolgen und Funktionsstörungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sowie der inneren Organe und des Nerven-systems mit mobilisierenden und stabilisierenden Übungen und Techniken zur Verbesserung der passiven Beweglichkeit, der Muskeltonusregulierung sowie zur Kräftigung und Aktivierung geschwächter Muskulatur oder dienen der Behandlung von Folgen psychischer/psychophysischer Störungen im Bereich der Bewegungs-organe. Information, Motivation und Schulung des Patienten über gesundheits-gerechtes und auf die Störung der Körperfunktion abgestimmtes Verhalten (Eigenübungsprogramm) sowie die Schulung des Patienten und ggf. der betreuenden Person im Gebrauch seiner Hilfsmittel sind Bestandteil der Leistung.   Vorbereitende und ergänzende Maßnahmen der physikalischen Therapie können in Kombination zur Erreichung eines Therapiezieles zur Anwendung kommen.   Krankengymnastische Behandlung, auch auf neurophysiologischer Grundlage als Einzelbehandlung  

Definition:


Krankengymnastik umfasst alle Behandlungsmethoden und -techniken unter Berücksichtigung der neurophysiologischen Kontrollmechanismen am Bewegungssystem einerseits sowie der funktionellen Steuerungsmechanismen der Organsysteme andererseits, mit bewusster Ausnutzung der vorhandenen  Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems, zur Förderung der sensomotorischen Funktionen.

Therapeutische Wirkung:


► Verbesserung der Funktion funktionsgestörter Gelenke.
► Aktivierung und Kräftigung geschwächter Muskulatur.
► Dehnung verkürzter Weichteilstrukturen.
► Wiederherstellung des Muskelgleichgewichtes.
► Durchblutungsförderung und Entstauung.
► Wirkung auf Herz-Kreislaufsystem, Atmung und Stoffwechselsystem.  

Indikationen:


► Passive Bewegungsstörungen mit Bewegungsverlust, -einschränkung,
► Instabilität im  Bereich der Wirbelsäule, der Gelenke,  
     angeboren   oder erworben (traumatisch,   postoperativ, entzündlich, degenerativ, funktionell).
► Aktive Bewegungsstörungen bei Muskeldysbalancen/ -insuffizienz, atrophischen und
    dystrophischen Muskelveränderungen, angeboren oder erworben.  
► Spastische Lähmungen (cerebral oder spinal bedingt).
► Schlaffe Lähmungen.
► Abnorme Bewegungen/Koordinationsstörungen bei Erkrankungen des zentr. Nervensystems.

Manuelle Therapie

Manuelle Therapie
 
Definition:


Von Therapeuten durchgeführter Teil der manuellen Medizin auf der Grundlage der Biomechanik und Reflexlehre zur Behandlung von Dysfunktionen der Bewegungsorgane mit reflektorischen Auswirkungen. Sie beinhaltet aktive und passive Dehnung verkürzter muskulärer und neuraler Strukturen, Kräftigung der abgeschwächten Antagonisten und Gelenkmobilisationen durch translatorische Gelenk-mobilisationen. Anwendung einer gezielten impulslosen Mobilisation oder von Weichteiltechniken. Die krankengymnastische manuelle Therapie enthält keine passiven Manipulationstechniken von blockierten Gelenkstrukturen an der Wirbelsäule.
 
Therapeutische Wirkung:


► Gelenkmobilisation durch Traktion oder Gleitmobilisation.
► Wirkung auf Muskulatur, Bindegewebe und neurale Strukturen.
► Kräftigung abgeschwächter Muskulatur.
► Wirkung auf Gelenkrezeptoren, Sehnen- und Muskelrezeptoren durch Hemmung o. Bahnung.
 
Indikationen:


► Gelenkfunktionsstörungen, reversibel
    (sogenannte Blockierung, Hypomobilität,  Hypermobilität) mit und ohne Schmerzen.
► Muskuläre Störungen mit abgeschwächter und/oder verkürzter Muskulatur.
► Schmerzen.
► Neural bedingte Muskelschwäche bei peripheren Nervenkompressionen.
 
Therapieziel:


► Wiederherstellung der physiologischen Gelenkfunktion.
► Wiederherstellung der physiologischen Muskelfunktion.
► Schmerzlinderung bei arthrogenen, muskulären und neuralen Störungen.
 
Leistung:


► Behandlung aufgrund einer manualtherapeutischen Diagnostik nach einem
     individuellen manualtherapeutischen Behandlungsplan.
► Schulung in speziellen Gelenk- und Muskelübungen.
 
Regelbehandlungszeit:
 
► Richtwert: 15 bis 25 Minuten.

KG-Geräte

Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät)
Bieten wir ab 2013 an


Parallele Einzelbehandlung bis zu 3 Patienten

Definition:

Krankengymnastik an Seilzug- und/oder Sequenztrainingsgeräten unter Berücksichtigung
der Trainingslehre.

Therapeutische Wirkung:

► Verbesserung der Muskelfunktion unter Einschluss des zugehörigen Gelenk- und Stützgewebes.
► Verbesserung der Muskelstruktur bei strukturellen Schädigungen.
► Verbesserung der Muskeldurchblutung und Sauerstoffausschöpfung.
► Verbesserung der Funktion des Atmungs-, Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselsystems.
► Automatisierung funktioneller Bewegungsabläufe.

Indikationen:

Bei chronischen, posttraumatischen oder postoperativen Erkrankungen der Extremitäten oder des Rumpfes mit:

► Muskeldysbalancen/-insuffizienz.
► krankheitsbedingter Muskelschwäche.
► peripheren Lähmungen.

Therapieziel:

Verbesserung/Normalisierung
► der Muskelkraft.
► der Kraftausdauer.
► funktioneller Bewegungsabläufe und der alltagsspezifischen Belastungstoleranz.
► der alltäglichen Fähigkeiten (ATL).

Leistungen:

► Behandlung mit Geräten entsprechend den individuell erstellten Behandlungsplänen.
► Kurzes Aufwärm-/Abwärmprogramm.
► Auswahl und Einübung von entsprechenden Bewegungsabläufen am Trainingsgerät.
► Bestimmung von Belastung, Wiederholungen und Serien für die einzelnen Bewegungsabläufe.
► Anleitung und kontinuierliche Aufsicht zur Korrektur der Bewegungsabläufe.
► Kontrolle des individuellen Trainingsplans.
► Erarbeiten eines begleitenden Übungsprogramms zur Automobilisation,
     Autostabilisation und Förderung der Dehnfähigkeit/Geschmeidigkeit.

Leistungsumfang:

► Behandlung von gleichzeitig maximal 3 Patienten.
► Die Behandlung der Patienten muss nicht zeitgleich beginnen.

Regelbehandlungszeit:

► Richtwert: 60 Minuten je Patient.

Voraussetzung:

Die unter dieser Position beschriebene Leistung setzt eine entsprechende Fortbildung voraus.

D1

D1 - Standardisierte Kombination von Maßnahmen der Physiotherapie
(„Standardisierte Heilmittelkombinationen") Bieten wir ab 2013 an


Definition:

Standardisierte Kombination von drei oder mehr Maßnahmen der Physiotherapie bei
Vorliegen komplexer Schädigungsbilder zur Erreichung eines therapeutisch
zweckmäßigen Synergismus durch deren Einsatz in einem direkten zeitlichen
Zusammenhang in derselben Praxis.

Der Schwerpunkt bei der Standardisierten Heilmittelkombination D1. liegt insbesondere
bei der Behandlung aktiver/passiver Bewegungseinschränkungen mit Maßnahmen der
Bewegungstherapie wie Krankengymnastik oder Manueller Therapie.

Therapeutische Wirkung:


Die therapeutische Wirkung der standardisierten Heilmittelkombination beruht in ihrer
Gesamtheit auf der Grundlage des Wirkprinzips jeder einzelnen Maßnahme unter
Ausnutzung der sich ergebenden Synergieeffekte. Abhängig von den Schädigungen
kumulieren sich die nachfolgenden therapeutischen Wirkungen:

► Verbesserung der Beweglichkeit funktionsgestörter Gelenke.
► Aktivierung und Kräftigung geschwächter/gelähmter Muskulatur.
► Wiederherstellung des Muskelgleichgewichts.
► Schmerzlinderung bei Störungen der Gelenkfunktionen, der Muskelspannung, der
     Trophik, der Durchblutung oder bei Schwellungen.
► Verbesserung/Normalisierung von Muskeltonus, Muskellänge oder von
    Weichteilstrukturen.
► Verbesserung der Gewebetrophik und Durchblutung, Ödemminderung.

Indikationen:

Komplexe Schädigungsbilder, die den Einsatz von 3 oder mehr Heilmitteln in einem
direkten zeitlichen und örtlichen Zusammenhang erforderlich machen bei
Erkrankung der Stütz- und Bewegungsorgane

► Zustand nach Bandscheibenoperationen (Spätphase), chronischen
    Wirbelsäulenerkrankungen, chronisch- entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen mit
► segmentaler Bewegungsstörung/ passiver Bewegungseinschränkung und
► Störungen der aktiven Beweglichkeit mit Muskeldysbalance, -insuffizienz, -verkürzung,
    Paresen und
► Schmerzen aufgrund von Gelenkfunktionsstörungen, Fehl- oder Überlastung
    diskoligamentärer Strukturen, Muskelspannungsstörungen.
► Frakturen, Operationen einschließlich Gelenkersatz und Amputationen im
    Bereich der Wirbelsäule und Gliedmaßen mit
► passiver Bewegungseinschränkung / Gelenkfunktionsstörung und
► Störungen der aktiven Beweglichkeit bei Muskeldysbalance, -insuffizienz, -
    verkürzung und
► Schmerzen aufgrund von Muskelspannungsstörungen oder Schwellungen nach
    Abschluss der Wundheilung.
► Chronischen Gelenk- und Weichteilerkrankungen mit
► passiver Bewegungseinschränkung/Gelenkfunktionsstörungen und
► Störungen der aktiven Beweglichkeit bei Muskeldysbalancen, -insuffizienz,
    verkürzung und/oder:
► Schmerzen aufgrund von Muskelspannungsstörungen u. trophischen Störungen.

Erkrankungen des ZNS und des Rückenmarks

► Peripheren Paresen mit
► motorischen Paresen und
► Schmerzen aufgrund von Schwellungen und
► trophischen Störungen.

Erkrankungen der inneren Organe

► Chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen mit
► Atemnot und
► Auswurf und
► Husten.
► Chronischen arteriellen Gefäßerkrankungen mit
► Belastungsschmerz der Extremitäten mit Störung der Durchblutung und des
    Stoffwechsels.

Sonstige Erkrankungen


► Sklerodermie mit
► Durchblutungsstörungen der Haut und
► Darmmotilitätsstörungen und
► chronischen Bewegungseinschränkungen.

Therapieziel:

► Verbesserung der passiven Beweglichkeit und Gelenkfunktion und
► Verbesserung der aktiven Beweglichkeit und
► Schmerzreduktion und
► Regulierung von Muskelspannung, Stoffwechsel, Durchblutung und
► Beseitigung von Ödemen, Gewebequellungen.

Leistungen:

► Erstellung eines individuellen Behandlungsplans unter Benennung von Art und Dauer
    der einzusetzenden physiotherapeutischen Maßnahmen (Änderungen sind im
    Behandlungsplan zu dokumentieren).
► Der Therapeut entscheidet bei jeder Behandlung über die einzusetzenden
    Maßnahmen; es sind je Behandlung mindestens drei physiotherapeutische
    Maßnahmen aus der verordneten standardisierten Heilmittelkombination als
    Einzelbehandlung abzugeben (vgl. Anlagen 1 und 2 zur Leistungsbeschreibung).
► Abhängig von der Schädigung und/ Funktionsstörung sowie der aktuellen
    Reaktionslage des Patienten werden auf der Grundlage des Behandlungsplans Art
    und Dauer der einzelnen Maßnahme dem Therapieverlauf angepasst.
 
Regelbehandlungszeit:

► 60 Minuten.

 

Krankengymnastik in der Gruppe

Krankengymnastik in der Gruppe

Definition:

Krankengymnastik entsprechend der Definition der Einzelbehandlung.
Krankengymnastische Behandlung in der Gruppe mit der Nutzung gruppendynamischer
Effekte unter Wahrung der individuellen Kontakte des Therapeuten zu den einzelnen
Patienten der Gruppe.

Therapeutische Wirkung:

► Entsprechend der krankengymnastischen Behandlung als Einzelbehandlung unter
    Ausnutzung gruppendynamischer Effekte.

Indikationen:

► Entsprechend der Krankengymnastik als Einzelbehandlung.
► Psychische Situation des Patienten erfordert Ausnutzung gruppentherapeutischer
    Effekte.
► Nach Abklingen eines akuten Beschwerdebildes und nach Einzelbehandlung zur
    Vertiefung und Steigerung erworbener Kenntnisse.

Therapieziel:

► Entsprechend der Krankengymnastik als Einzelbehandlung.
► Ausschöpfung des gruppendynamischen Effektes.

Leistung:

► Behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile.
► Behandlung entsprechend dem erstellten Behandlungsplan in indikationsbezogen
     zusammengestellten Gruppen.
► Ergänzende Beratung in bezug auf das Krankheitsbild und die Aktivitäten des
    täglichen Lebens mit bestmöglicher Erarbeitung und Beherrschung ökonomischer
    Bewegungsabläufe.

Leistungsumfang:

► 2 bis 5 Patienten.

Regelbehandlungszeit:

► Richtwert: 20 bis 30 Minuten.

 

Bewegungsübungen

Bewegungstherapie

Findet vorwiegend Anwendung in Massagepraxen. Die Bewegungstherapie umfasst im Folgenden alle therapeutischen Verfahren der Übungsbehandlung und Krankengymnastik, die auf Bewegungslehre, auf der Kenntnis der normalen und krankhaft veränderten Funktionen des Bewegungssystems sowie auf

Übungs- und Trainingsprinzipien aufbauen. Dabei dient der gezielte, dosierte, methodisch planmäßige Einsatz von therapeutischen Techniken der Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Leistungen der Stütz- und Bewegungsorgane, des Nervensystems und der dabei beteiligten Funktionen des Herz- /Kreislaufsystems, der Atmung und des Stoffwechsels.

Übungsbehandlung - Einzelbehandlung und Gruppenbehandlung

Definition:

Befundgerecht ausgewählte Behandlungsmaßnahme mit passiven, aktiv und aktiv-passiv geführten Übungen, Widerstandsübungen einschl. isometrischen Spannungsübungen.

Therapeutische Wirkung:

► Mobilisation funktionsgestörter Gelenke.
► Vermeidung und Verminderung von Muskelkontrakturen.
► Kräftigung der Muskulatur.
► Verbesserung der Funktionen des Herz-Kreislaufsystems, der Atmung und des Stoffwechsels.

Indikationen:

► Unspezifische aktive oder passive Bewegungseinschränkung im Bereich von
    Gelenken und Wirbelsäule.
► Vermeidung von passiven Bewegungseinschränkungen (Kontrakturen).
► Allgemeine Muskelschwäche.
► Allgemeine Funktionsverluste des Herz-Kreislaufsystems, der Atmung und
    des Stoffwechsels.

Therapieziel:

► Verbesserung der aktiven und passiven Gelenksbeweglichkeit.
► Durchblutungsverbesserung und Entstauung.
► Verbesserung von Funktionen, Trophik und Tonus von Organsystemen.

Leistung:

Behandlung je nach Indikationsstellung mit Techniken und Wirkungen der passiven, aktiven und aktiv-passiv geführten Übungen und Widerstandsübungen mit oder ohne therapeutische Hilfsgeräte.

Leistungsumfang: - Einzelbehandlung. - Gruppenbehandlung 2 - 5 Patienten.

Regelbehandlungszeit:

► Richtwert 10 ► 20 Minuten.

 

Schlingentisch

KG-Schlingentisch

Der Schlingentisch wird in der Physiotherapie als Therapiehilfsmittel benutzt, um die betroffenen, schmerzhaften oder auch unbeweglichen Gliedmaßen / Körperregionen unter Abnahme der Eigenschwere zu behandeln.

Die bauliche Ausführung eines Schlingentisches besteht aus einem circa zwei Meter hohen, genau so langen und einen Meter breiten, stabilen Stahlrahmengestell, der das Aussehen eines überdimensionierten Tisches hat. Spezialausführungen können auch umgedreht von der Decke hängend befestigt sein. Auf diesem Rahmen ist meist ein Drahtgitter verschweißt. In das Gitter werden Seile oder Schnüre mit daran befestigten „Schlingen“ (genauer: offene Schlaufen, breite Gurte, Bänder, Manschetten etc.), sowie auch einfache Flaschenzüge, oder einzelne Rollen variabel mit Karabinerhaken eingehängt, verknotet oder anderweitig befestigt. Die fachliche Bezeichnung hierfür nennt sich „Schlingenbesteck“.

Der Patient befindet sich auf einer Liege darunter und kann so an den betroffenen Körperabschnitten oder auch komplett hochgezogen werden. Die einzelnen Anwendungen sind jedoch abhängig von der Diagnose und der therapeutischer Zielsetzung.

Der Schlingentisch ist somit für bestimmte orthopädische Diagnosen ein unverzichtbarer Bestandteil der physiotherapeutischen Behandlung.

Anwendungsbeispiele u. a.:

► Extension (Medizin) und Flexion (Medizin) der Gelenke.
► Arthrose des Hüftgelenkes, kann mit Hilfe des Schlingentisches wesentlich gelenkschonender
     und damit effektiver behandelt werden.
► Wirbelsäulenbeschwerden, auch unter bestehendem Übergewicht, können mit diesem Hilfsmittel
     dem Patienten zu einer größtmöglichen Entlastung und Entspannungsfähigkeit verhelfen.

 

Quelle: Wikipädia

Traktionsbehandlung

Traktionsbehandlung mit Gerät als Einzelbehandlung
 
Definition:
 
Behandlung mit dosierter Zugkraft auf die Gelenke der Extremitäten und der Wirbelsäule. Die Wirkung der Traktion bestimmt der Physiotherapeut durch Kraftansatz, Zugrichtung und durch entsprechende Gelenkstellung.
 
Therapeutische Wirkung:
 
► Druckminderung und Entlastung der Gelenke.
► Entlastung ggf. komprimierter Nervenwurzeln.
► Muskeldetonisierung.
 
Indikationen:
 
► Hypomobilität im Bereich der Wirbelsäule oder der stammnahen Gelenke.
► Schmerzen aufgrund Gelenkkompression oder komprimierter Nervenwurzeln.
 
Therapieziel:
 
► Verbesserung der Gelenkmobilität.
► Abnahme der Schmerzen.
 
Leistung:
 
► Traktionsbehandlung mit kleineren oder größeren Geräten.
► Lagerung, Anlegen des jeweiligen Gerätes bzw. der Fixierungs- und   Zugvorrichtungen.
    Einregulierung der Traktion.
    Die apparative Traktion mit kleineren Geräten ist am sitzenden oder liegenden Patienten
    möglich.  Der Traktionszug erfolgt achsengerecht.
►Die apparative Traktionsbehandlung mit größeren Apparaten, z. B. Extensionstisch,
    Perl’sches Gerät, Schlingentisch (gepolsterte Manschetten oder Gurte) erfolgt am 
    liegenden Patienten mit gezielter Lagerung per indikationsgerechtem Traktionszug.
► Überwachung des Patienten während der Traktion.
 
Regelbehandlungszeit:
 
► Richtwert: 10 bis 20 Minuten.  

 

Atemtherapie

Krankengymnastik (Atemtherapie) zur Behandlung von Mucoviscidose und schweren Bronchialerkrankungen als Einzelbehandlung

Definition:

Bewegungs- und Verhaltensschulung zur Optimierung der Atmung.

Therapeutische Wirkung:


► Ökonomisierung der Atembewegungen.
► Verbesserung der Thoraxbeweglichkeit.
► Verbesserung der Expektoration von Sekret.
► Förderung der Sensomotorik und der psychischen Entspannung.

Indikationen:


► Luftnot bei obstruktiven und restriktiven Atemwegserkrankungen (Mucoviscidose,
    chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Asthma bronchiale).

Therapieziel:

► Verbesserung der Ventilation.
► Optimierung des Atemrhythmus.
► Abbau von Fehlatemformen und atemhemmenden Widerständen mit
    Ökonomisierung der Atembewegung.
► Thoraxmobilisierung.
► Verbesserung der Compliance.

Leistungen:


► Behandlung entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan.
► Anleitung zur autogenen Drainage, zum Gebrauch von Atemhilfsgeräten und der Inhalation.
► Anleitung zu Hygienemaßnahmen.

Regelbehandlungszeit:

► Richtwert 60 Minuten.

Kältetherapie - Kryo-Eistherapie

Kältetherapie bei einem oder mehreren Körperteilen 

 
Definition:
 
Behandlung mit lokaler Applikation intensiver Kälte in Form von Eiskompressen (in Eiswürfel getauchte bzw. mit Eiswürfeln gefüllte oder mit Salzwasser gefrorene Frottiertücher), tiefgekühlten Eis- / Gelbeuteln (in strapazierfähiger Plastikfolie eingeschweißte gelartige Silikatmasse), direkte Abreibung (Eismassage, Eiseinreibung), Kaltgas und Kaltluft mit entsprechenden Apparaturen sowie Eisteilbädern in Fuß- oder Armbadewannen.
 
Therapeutische Wirkung:
 
► Dämpfung von Entzündungen.
► Herabsetzung der Nervenleitgeschwindigkeit mit Hemmung der Nozizeptoren. 
► Anregung der Aktivität der Muskelspindeln mit Muskeltonuserhöhung bei 
 
    kurzzeitigem Kältereiz. 
 
► Minderung der Aktivität der Muskelspindeln mit Muskeltonussenkung bei länger 
 
   dauerndem Kältereiz. 

Indikationen:  
 
► Schwellung, Reizung und/oder Entzündung, posttraumatisch, postoperativ, 
    entzündlich. 
► Schmerzen. 
► Spastische Paresen (länger dauernder Kältereiz).

 

► Schlaffe Paresen (kurzfristiger Kältereiz). 
 
Therapieziel: 
 
► Schmerzlinderung. 
 
► Muskeltonusregulation. 
 
► Minderung einer Schwellung, Reizung, Entzündung.  

 


Leistungen: 
 
 
► Aufbereitung bzw. Vorbereitung der Behandlung gemäß Applikationsform. 
 
► Behandlung eines Körperteils oder mehrerer Körperteile entsprechend dem individuell 
 
     aufgestellten Behandlungsplan mit der jeweiligen Applikationsform. 
 
► Überwachung des Patienten.
 
Regelbehandlungszeit:   

 

► Richtwert: 5 bis 10 Minuten.
 
Elektrotherapie
Elektrotherapie
 
Elektrotherapie/-behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile
 
Definition:
 
Elektrotherapie/-behandlung mit individuell eingestellten Stromstärken und Frequenzen
unter Verwendung
► galvanischer Ströme.
► niederfrequenter Reizströme (z. B diadynamischer Ströme).
► mittelfrequenter Wechselströme.
 
Therapeutische Wirkung:
 
a) Galvanische Ströme: durch Ionenverschiebung Hyperämie im Bereich 
    der Elektroden, Analgesie, Herabsetzung der motorischen Schwelle, 
    Verbesserung der Trophik.
b) Niederfrequente Wechselimpulsströme: Reizung von Nervenfasern. 
    Dadurch Beeinflussung des Schmerzes, Resorptionsförderung und Verbesserung 
    der Durchblutung.
c) Mittelfrequente Wechselströme/Interferenzströme: Je nach Amplitudenmodulation
    Überwiegen der analgetischen Wirkung oder der motorischen Wirkung mit
    Muskelkontraktion und anschließender Muskelerschlaffung, Sympathikusdämpfung.
 
Indikationen:
 
a) Galvanische Ströme: Schmerzen, z. B. bei Myalgie, Tendinosen, Myotendinosen,
    Weichteilschmerz, Neuralgie, Wirbelsäulensyndromen. Durchblutungsförderung, z. B.
    bei funktionellen und organischen Durchblutungsstörungen.
b) Niederfrequente Impulsströme: Umschriebene Schmerzen,
    z. B.  Insertionstendinosen, Arthrose, Distorsionen, nicht entzündliche 
    akute/subakute  Ödeme, Hämatome.
c) Mittelfrequente Wechselströme: xtern amplitudenmodulierter MF-Strom entsprechend
    Niederfrequenzstrom. Interferenzstromverfahren: Muskelschwäche,
    Muskelverspannung, erhöhter Sympathikustonus.
 
 
Therapieziel:                                                                  
 
► Schmerzlinderung.                                                           
► Durchblutungsförderung.
► Abschwellung.
► Muskeltonusregulation.
 
Leistung:
 
► Individuelle Elektrodenanordnung und -schaltung entsprechend Befunderhebung und
    individuellem Behandlungsplan.
► Behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile.
► Überwachung des Patienten.
► Reinigung und Desinfektion der Elektrodenschwämme (ausgenommen 
    Einmalelektroden).
► Unterstützende Pflege der behandelten Hautregion.
 
Regelbehandlungszeit:
 
► Richtwert: 10 bis 20 Minuten.
Ultraschall

Ultraschall-Wärmetherapie

Definition:

Behandlung zur gezielten regionalen Erwärmung tiefer gelegener Gewebsschichten
(insbes.Muskulatur, Knochen, Gelenksstrukturen) mit hochfrequenten mechanischen
Schwingungen (Longitudinalwellen) mit einer Frequenz von 800 – 3000 kHz.

Therapeutische Wirkungen:


► Schmerzlinderung.
► Positive Beeinflussung von subakuten und chronischen mesenchymalen
    Entzündungen und Reizungen.
► Lösung von Gewebsverklebungen, Gewebeauflockerungen.
► Lokale Muskeldetonisierung.

Indikationen:


► Lokale Schmerzen bei subakuten und chronischen Entzündungen und Reizungen im
    Bereich der Gelenke, gelenknah.
► Gewebsverklebungen (Narben, Keloidbildung)
► Muskelverspannungen (Myotendinosen).

Therapieziel:

► Linderung lokaler Schmerzen durch Beeinflussung subakuter und chronischer
    mesenchymaler Entzündungen in Knochennähe.
► Auflockerung verhärteter Gewebe.
► Lokale Muskeldetonisierung.

Leistung:


► Lagerung des Patienten entsprechend der erforderlichen Behandlungstechnik.
► Wahl des Schallkopfes und Vorbereitung des Kontaktmediums (Gel, Öl, Salbe, Wasser).
► Einstellen der Intensität und Dauer der Behandlung.
► Manuelle Führung des Schallkopfes auf dem zu behandelnden Areal entsprechend der
      Befunderhebung und dem individuellen Behandlungsplan.
    Beobachtung der Verträglichkeit des Patienten, ggf. Dosierung anpassen.
► Nach Beendigung der Behandlung Reinigung bzw. Abtrocknung des behandelten
    Gebietes.
► Reinigung des Schallkopfes.

Regelbehandlungszeit:


► Richtwert: 10 bis 20 Minuten.

 

Kinesio-Taping

Kinesio-Taping (Tapen)

(Wikipädia) Fersentaping

Das Tapen oder auch Taping ist eine Therapiemethode von schmerzhaften Erkrankungen, insbesondere des Muskel- , Sehnen- oder Skelettapparates. Die Behandlung erfolgt durch das Aufbringen von etwa fünf Zentimeter breiten, elastischen Klebebändern auf Baumwollbasis direkt auf die Haut.

Dort verbleiben die Klebestreifen zwischen einigen Tagen und bis zu zwei Wochen. Die Tapes werden in zahlreichen Farben hergestellt, welche von einigen Verfechtern der Methode nach der Farbenlehre der Kinesiologie
angewendet werden.

Verwendete, oftmals herstellerabhängige Bezeichnungen für das Verfahren sind beispielsweise: Kinesio- , Kinematic- , Chiro- , Pino- , Medi- oder K- Taping.

Die Wirkung beruht nach Aussage der Verfechter der Methode im Wesentlichen auf zwei Faktoren. Zum einen auf der direkten Stimulation der Hautrezeptoren und zum anderen auf einer wellenförmigen Gewebeanhebung unter dem Band. Dadurch würde unter dem Tape die Blut- und Lymphzirkulation erhöht.[1][2]

Nach der Metastudie der Zeitschrift Sports Medicine haben die Tapes kaum messbare Wirkungen, die eher noch auf Placeboeffekten beruhen.[3]

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten im Gegensatz zu den meisten Privatkassen diese Leistung nicht.

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