FUßPFLEGE

Preise

Med. Fußpflege
Fußbad, Nägel schneiden, Hornhaut entfernen, Hühneraugen
25,00 €
Nägel lackieren
Unter- und Überlack
5,00 €
Nagelprothese je Großzehe
mit Nagelmasse oder Geltechnik
2,50 €
Nagelprothesen
beide Füße komplett
20,00 €

Privat- und Kassenleistungen

Medizinische Fußpflege

Fußpflege / Pediküre / Podologie

 

oder auch Pediküre bezeichnet die Pflege der Füße und wird von verschiedenen Anbietergruppen ausgeführt. Zunächst wird die Fußpflege von Kosmetikerinnen als Pediküre angeboten.

 

 

Dann gibt es die große Gruppe der Fußpflegerinnen, die keine staatlich anerkannte Ausbildung haben.

 

 

Podologinnen und Podologen sind ausgebildete Fußpfleger/innen mit einem staatlich anerkannten Examen. Sie sind von den Krankenkassen anerkannt und dürfen auch ärztliche Verordnungen (also auf Rezept) hin behandeln und mit den Krankenkassen abrechnen.

Hornhautbehandlung

Hornhautabtragung

Behandlung nach Vorgaben der Heilmittelrichtlinien
 
Die Abtragung der verdickten Hornhaut dient der Vermeidung von drohenden Hautschädigungen wie Fissuren, Ulzera und Entzündungen durch spezifische Techniken der Schälung und des Schleifens der Haut unter Schonung der Keimschicht.

Nagelbehandlung

Nagelbearbeitung

Behandlung nach Vorgaben der Heilmittelrichtlinien

Die Nagelbearbeitung dient der verletzungsfreien Beseitigung abnormer Nagelbildungen
zur Vermeidung von drohenden Schäden an Nagelbett und Nagelwall durch spezifische
Techniken wie Schneiden, Schleifen und/oder Fräsen.

Komplexbehandlung

Podologische Komplexbehandlung
(Hornhautabtragung & Nagelbearbeitung)


Behandlung nach Vorgaben der Heilmittelrichtlinien

Die Podologische Komplexbehandlung dient der gleichzeitigen Hornhautabtragung und
Nagelbearbeitung, sofern diese medizinisch erforderlich sind.

Eine geschlossene Fehlbeschwielung (Wagner-Stadium 0) an einem anderen Ort an
einem Fuß mit bereits vorliegenden Hautdefekten und Entzündungen im Bereich
Wagner-Stadium 1 bis Wagner-Stadium 5, welche einer Behandlung podologischer
Maßnahmen bedarf, darf durch einen Podologen behandelt werden.


Grad    Klassifikation nach Wagner

0       Risikofuß, keine offene Läsion

1       oberflächliche Läsion

2       Ulkus bis Gelenkskapsel, Sehnen, Knochen

3       Ulkus mit Abszess, Osteomyelitis, Infekt der Gelenkskapsel

4       begrenzte Vorfuß- oder Fersennekrose

5       Nekrose des gesamten Fußes

Die Klassifikation nach Wagner wird erweitert um die Stadien-Einteilung nach Armstrong:

 

► A keine weitere Komplikation
► B mit Infektion
► C mit Ischämie
► D mit Ischämie und Infektion

§ 29 Ärztliche Diagnostik bei Fußschädigungen durch Diabetes mellitus (diabetisches Fußsyndrom) Vor der Erstverordnung einer Podologischen Therapie ist eine Eingangs-diagnostik notwendig. Bei der Eingangsdiagnostik sind störungsbildabhängig die im Folgenden aufgelisteten Maßnahmen durchzuführen, zu veranlassen oder zeitnah erhobene Fremdbefunde heranzuziehen:

1. Angiologischer Befund

Als Hinweis auf das Vorliegen einer Angiopathie kann gelten ein ABI (Ancle Brachial Index) < 0,9

2. Neurologischer Befund

Als Hinweise auf das Vorliegen einer Neuropathie können pathologische Befunde gelten, die z. B. erhoben werden mit dem Semmes-Weinstein Monofilament 5.07 der 128 Hz- Stimmgabel dem pathologischen Reflexstatus (im Besonderen PSR und ASR) sowie der trockene Fuß als vegetatives Zeichen

3. Dermatologischer Befund

4. Muskulo-skeletaler Befund des Fußes

Feststellung von Deformitäten ggf. als erstes Zeichen einer motorischen Neuropathie (2) 1Jede Folgeverordnung der Podologischen Therapie setzt die erneute störungsbildabhängige Erhebung des aktuellen Fußbefundes voraus. 2Das Befundergebnis  ist auf dem Verordnungsvordruck anzugeben.

Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung des Diabetischen Fußsyndroms betreffen alle Menschen mit Diabetes und mit eingeschränkter Empfindung oder Durchblutungsstörungen. Allgemein sollte Wert auf eine gute Hautpflege - auch zur Beobachtung gefährdeter Körperstellen - gelegt werden. Zur Nagel- und Schwielenpflege dürfen keine scharfen Gegenstände verwendet werden (auch nicht von Fußpflegern), stattdessen Nagelfeilen und Bimssteine. Hautpflegende Salben sollen nicht in die Zehenzwischenräume aufgetragen werden, sondern auf Fußsohle und Fußrücken. Fußpilz soll konsequent behandelt werden und Zehenzwischenräume nach dem Baden sorgfältig getrocknet werden. Die Schuhe müssen ausreichend weit und weich sein und die Füße täglich auf Verletzungen geprüft werden, z.B. mit einem Rasierspiegel.

Als Maßnahmen zur Vorbeugung werden empfohlen


Täglich die Füße genau ansehen und auf Verletzungen sowie Druckstellen überprüfen. Auf Schwellungen prüfen, indem mit der Hand über den Fuß gestrichen wird, auch nach dem Tragen neuer Schuhe oder nach langen Spaziergängen/Wanderungen Füße überprüfen.

Täglich mit lauwarmem Wasser waschen. Nicht länger als drei Minuten, gut trocknen, besonders in den Zehenzwischenräumen. Haut gut eincremen mit harnstoffhaltigen Cremes, um Risse (Rhagade/Schrunde) zu vermeiden. Die Creme muss gut einziehen/abtrocknen, es dürfen keine Rückstände zwischen den Zehen verbleiben. Nur Feilen verwenden, keine Raspeln, Nagelzwicker oder Scheren verwenden.

Fußnägel spatenförmig (gerade) mit Feilen formen, nie schneiden - wegen Verletzungsgefahr. Keine Hühneraugenpflaster oder -tinkturen verwenden, sie können ätzende Stoffe enthalten, die zu Verletzungen führen. Bequeme, weite und weiche Schuhe tragen, möglichst aus Leder, keine Gummi- und Turnschuhe wegen der Schweißbildung. Schuhe täglich vor der Benutzung mit der Hand auf Unebenheiten oder Steinchen etc. kontrollieren.

Baumwollstrümpfe ohne drückende Naht tragen, Strümpfe täglich wechseln Füße nicht großer Hitze aussetzen, wie sie etwa bei Heizdecken oder Kaminen entsteht, es besteht Verletzungsgefahr, keine direkte Sonneneinstrahlung.

Vorsicht beim Barfußlaufen, Fußpilzgefahr sowie Gefahr von Schnitt und Schürfwunden

Besonders Diabetiker sollten bei Fußproblemen professionelle Hilfe bei einem Podologen, der sich auf die Behandlung vom Diabetischem Fußsyndrom spezialisiert hat, suchen. Diese Behandlung kann unter bestimmten Voraussetzungen zu Lasten der gesetzlichen  Krankenversicherung vom Arzt verordnet werden.

Behandlung

Je nach Schwere der Schädigung und des Stadiums müssen die Wunden fachgerecht versorgtwerden. Durch die Wundheilungsstörung kann sich die Behandlung über sehr lange Zeiträume
hinweg ziehen. In vielen Fällen muss eine antibiotische Langzeittherapie zusätzlich zur regelmäßigen Wundversorgung angesetzt werden. Ab Stadium II ist in Einzelfällen eine stationäre Versorgung notwendig.

Die Therapie besteht hierbei aus mehreren Teilen:

► Behandlung der Wunde (täglich oder 2-täglich, Spülung mit isotonischer Kochsalzlösung oder
    Schleimhaut-Antiseptikum, Wundverband mit Fettgaze und Polsterung, regelmäßige
    Entfernung von Belägen und Hyperkeratosen)

► Ruhigstellung (am besten strenge Bettruhe und Schutz des Fußes durch spezielle, orthopädische Verbandschuhe)

► Therapie der Wundinfektion (Antiobiotische Behandlung, schwierig bei MRSA)

► Therapie und Einstellung des Diabetes mellitus

Selbst unter optimalen Bedingungen befinden sich viele Menschen mit Diabetischem Fußsyndrom in Dauerbehandlung und sind teilweise sehr eingeschränkt in den Aktivitäten des täglichen Lebens.

Neue Therapiemethoden


Zur Ergänzung der konventionellen Wundbehandlung werden stetig neue Therapiemethoden erforscht. Ziel ist es, eine effektivere und schnellere Wundheilung zu erwirken, damit die aufgrund des DFS verursachte überaus hohe Amputationsrate reduziert werden kann.

Bereits erforschte und aufgrund verschiedener Studien sehr erfolgversprechende Therapiemethoden sind beispielsweise die Stoßwellentherapie, bei der die Wunde mit Hilfe von akustischen Impulsen zur schnelleren Regeneration und Heilung animiert wird. Klinische Studien belegen, dass die Stoßwellenenergie biologische Reaktionen auf Zellniveau hervorruft.

Die Stoßwellen fördern unter anderem die körpereigene Bildung von angiogenetischen Wachstumsfaktoren, wie bspw. VEGF und eNOS. Außerdem bewirken sie eine Neubildung kapillarer Blutgefäße, eine verbesserte Blutversorgung und eine Zellvermehrung im betroffenen Gewebe.

Des Weiteren entfalten Stoßwellen in vitro eine bakterizide Wirkung, welche die Anzahl von Keimen und Bakterien im Wundareal stark senkt. Die Kombination aller Faktoren kann somit zum langfristigen Abheilen der Wunde führen, da stagnierende Heilungsprozesse gefördert werden und darüber hinaus das Entstehen von neuem, gesundem Gewebe positiv beeinflusst wird.

Neben der Stoßwellentherapie gibt es auch die Therapie mit sogenannten Wachstumsfaktoren, welche die betroffenen Patienten hoffen lässt. Bislang ist jedoch nur ein rekombinanter humaner Wachstumsfaktor zur Anwendung beim diabetischen Fußsyndrom zugelassen. Die Rede ist vom Platelet Derived Growth Factor BB (PDGF-BB, Becaplermin), der in einigen Studien die Abheilung der Ulcera gegenüber den Vergleichsgruppen wesentlich beschleunigt hat. Zum breiten Einsatz außerhalb von Studien ist die Substanz derzeit jedoch noch
nicht geeignet.[6] Ein weiteres Problem im Bezug auf die Wachstumsfaktoren ist der sehr hohe Preis, welcher dazu führt, dass die Kosten nur in sehr wenigen Fällen von den Kassen erstattet werden.

Auch andere neue Therapieansätze sind in Sicht, jedoch sind die meisten relativ teuer und bleiben oftmals spezialisierten Zentren vorbehalten. Dies hat zur Folge, dass sie für den ambulanten Bereich in den meisten Fällen nicht geeignet sind. Hierzu zählt beispielsweise die neue Vakuumtherapie VAC-Instill. Bei dieser Therapie wird die Wunde auf der einen Seite automatisch mit Instillationsflüßigkeiten versorgt, während auf der anderen Seite ein geregelter Abtransport der verbrauchten Instillationsflüssigkeiten gewährleistet wird. Dies unterstützt die
Reinigung und Spülung des Wundbetts und sorgt für eine geschlossene und feuchte Wundheilungsumgebung.

Das Gleiche gilt für die sogenannte Stammzellentherapie, die derzeit in ca. 10 speziellen Kliniken und Fachzentren in Deutschland angeboten wird. Die Stammzellentherapie kommt oftmals dann zum Einsatz, wenn alle anderen Therapiemethoden nicht angeschlagen haben und der Patient bereits kurz vor der Amputation steht. Was bei den Patienten fehlt ist die Durchblutung ihrer Extremitäten, das heißt die Schlagadern sind verschlossen was dazu führt, dass die Wunden nicht mehr zu heilen können. Dabei sind Stamm- und Vorläuferzellen in der
Lage neues Gewebe und Gefäße zu bilden, was beim gesunden Menschen von ganz allein geschieht. Im Fall einer Verletzung werden Stamm- und Vorläuferzellen massenhaft über das
Blut herangeschwemmt und bereiten den Weg für die Wundheilung.

Dabei verwandeln sie sich selbst in etwas Neues und leiten auch die Zellen in die richtige Richtung. Genau das ist auch das Prinzip der Stammzellentherapie, bei der die Stammzellen aus dem Knochenmark des Patienten gewonnen und anschließend zur Wundheilung verwendet werden.

Ebenfalls eine neue Therapieform die derzeit erforscht und der viel Potential zugesprochen wird ist die sogenannte Plasmastrahlbehandlung. Der Strahl besteht hierbei aus ionisiertem Gas (Plasma) welches während der Behandlung auf die Wunde gerichtet wird. Wenn das Gasgemisch dann von der hohen Spannung ionisiert wird entsteht ein Plasmacocktail aus geladenen Teilchen, UV-Strahlung, elektromagnetischen Feldern sowie freien Radikalen - also Molekülen, die besonders gern mit anderen reagieren. Zusammen können die Bestandteile dann ihre biologische Wirkung entfalten, indem die freien Radikale gemeinsam mit der UV-Strahlung die Keime in der Wunde abtöten, sodassdiese sich nicht mehr entzünden kann. Außerdem können Stoffe wie Stickstoffmonoxid, zu dem sich der Stickstoff und der Sauerstoff in der Luft in dem Plasma verbinden, chemisch mit demKörpergewebe reagieren und unterstützen so die Reparaturmechanismen der Zelle.

Kommunikation

Termin@Topphysis.de
Telefon: 07144 - 17531

Adresse

Schillerhöhe 19 
71672 Marbach